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Oft gestellte Fragen

Was unternimmt die Migros gegen die Lebensmittelverschwendung?

Rund ein Drittel aller in der Schweiz produzierten Lebensmittel geht zwischen Feld und Teller verloren oder wird verschwendet.

Der WWF Schweiz zeigt in seiner Studie „Lebensmittelverluste Schweiz – Ausmass und Handlungsoptionen“ (2012) auf, dass rund 45 Prozent der Lebensmittelabfälle im Privaten Konsum, 13 Prozent in der Landwirtschaft, 30 Prozent in der Verarbeitungsindustrie, 5 Prozent in der Gastronomie, 5 Prozent bei den Grossverteilern und 2 Prozent im Handel entstehen

Die Migros erhebt für ihre Filialen und Gastronomieformate (Migros Restaurants und Take Away) den Anteil der Lebensmittelverschwendung. Die Zahlen zeigen auf, dass sich die Bemühungen der Migros, Lebensmittel nicht zu verschwenden, lohnen:
98,5 Prozent der Lebensmittel, die die Detailhändlerin 2016 angeboten hat, wurden als Lebensmittel verkauft oder abgegeben – zu regulären bzw. zu reduzierten Preisen oder gratis an gemeinnützige Organisationen. Gemeinnützige Organisationen werden zudem auch finanziell von der Migros unterstützt.

Nur gerade 1,5 Prozent der von der Migros angebotenen Lebensmittel wurden nicht als Lebensmittel verwendet:
1,4 Prozent wurden verwertet
- 0,3 Prozent als Tierfutter
- 1,0 Prozent als Biogas
- 0,1 Prozent als Kompost, und
0,1 Prozent landeten als Abfall in der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA)

Sämtliche Lebensmittel, die die Migros wegwerfen muss bedeuten für das Unternehmen einerseits einen Verlust wertvoller Ressourcen und andererseits entstehen Kosten. Deshalb ist die Detailhändlerin darum bemüht, die Lebensmittelverschwendung so gering wie möglich zu halten. Dank geschulter Mitarbeitenden und optimal abgestimmter Prozesse gelingt dies. Die enge Zusammenarbeit zwischen Detailhandel/Gastronomie, Industrie, Logistik und Landwirtschaft ermöglicht eine ideale Sortiments- bzw. Menuplanung (Menge, Zeitpunkt, Lagerung), damit der allergrösste Teil der Lebensmittel zum regulären Preis verkauft und Überschüsse vermieden werden können.

Die steigenden Anforderungen an Frische und Qualität stellen im Zusammenhang mit den Bestrebungen, die Lebensmittelverschwendungsrate möglichst tief zu halten, eine Herausforderung dar.

Unsere Gesellschaft ist zudem sehr visuell orientiert. Vor allem bei Früchten und Gemüse im Offenverkauf zeigt sich dies sehr deutlich. Der Kunde greift meist intuitiv nach den schönsten Stücken, nicht ganz makellose Ware bleibt tendenziell liegen.

Um die Lebensmittelverschwendung auch bei den Konsumenten zu minimieren, verwendet die Migros auf ihren Produkten das Verkaufsdatum und bietet damit dem Konsumenten zum Zeitpunkt des Verkaufs möglichst frische Produkte an, sodass er noch eine Haltbarkeitsreserve für den Konsum zu Hause hat. Weiter bietet die Migros Produkte in verschiedenen Packungsgrössen an, weist auf die korrekte Lagerung der Produkte hin (Haltbarkeit und Lagerung), gibt Tipps zur Restenverwertung (Kochen mit Resten), und ermöglicht die Mitnahme von Tellerresten.