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Geschäftspolitik

Auf Migros Produkten gibt es nebst Produktinformationen wie z.B. Labels auch verschiedene Recycling und Material-Symbole. Diese können in drei Gruppen unterteilt werden: die schweizerischen Recycling-Piktogramme, die internationalen Materialkennzeichen und der grüne Punkt. Folgende Erklärungen sollten Klarheit schaffen, welche Symbole in der Schweiz weshalb von Bedeutung sind.

Schweizerische Recycling-Piktogramme

Die Schweiz hat ihr eigenes System von Recycling-Piktogrammen. Diese Piktogramme sind auf die Separatsammlung abgestimmt, die Sie in Ihrer Migros-Filiale vorfinden. Einen Überblick zu unserer Separatsammlung erhalten sie in unserem Recycling-Guide. Bitte entsorgen Sie die Verpackungen gemäss des Recycling-Guides: https://generation-m.migros.ch/de/nachhaltig-leben/recycling-guide.html

Materialkennzeichen

Das internationale Materialkennzeichen zeigt auf, aus welchem Material eine Verpackung hauptsächlich besteht und kennzeichnet diese als theoretisch rezyklierbar. In der Schweiz haben die Kennzeichen aber keine Bedeutung und die Migros bittet die Kunden, sich an die schweizerischen Recycling-Piktogramme zu halten.

Der grüne Punkt

Bei diesem Symbol handelt es sich um den sogenannten „Grünen Punkt“ aus dem Dualen System Deutschlands. Er ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Für jede Verpackung mit dem Grünen Punkt muss der Produzent eine vorgezogene Entsorgungsgebühr an das Duale System entrichten. Damit werden die Sammel-, Recycling- und Entsorgungskosten gedeckt.

Auch Schweizer Unternehmen, die Ihre Produkte nach Europa exportieren, bezahlen diese Entsorgungsgebühr und drucken somit das Symbol auf ihre Produkte. Dieses Symbol erscheint auch auf Verpackungen von Importprodukten aus Europa. Für den Schweizer Binnenmarkt hat es jedoch keine Bedeutung.

Seit Ende 2013 können Migros-Kunden neben den herkömmlichen PET-Getränkeflaschen und PE-Milchprodukteflaschen auch leere Plastikflaschen aus dem Haushaltbereich wie Shampoos, Putz- und Waschmittel in der Migros entsorgen. Die neue Plastikflaschensammlung beschränkt sich auf Flaschen! Becher, Schalen und andere formstabile Verpackungen bestehen häufig aus Verbundmaterialien, welche die Plastikflaschensammlung verunreinigen würden. Bei einer zu starken Verunreinigung kann das gesammelte Material nicht wieder als Rezyklat eingesetzt werden. Die PET-Getränkeflaschensammlung bleibt weiterhin separat.

Einen Boykott von Ländern mit schwieriger Menschenrechtslage lehnen wir grundsätzlich ab, da in den meisten Fällen nur die unschuldige Bevölkerung getroffen wird, welche durch einen internationalen Boykott arbeitslos werden kann. Diese Massnahme trägt in den seltensten Fällen dazu bei, dass sich die Menschenrechtssituation in einem Land verbessert. Vielmehr wollen wir auf unsere Lieferanten Einfluss nehmen und korrekte Arbeitsbedingungen und Sozialstandards einfordern. Ein wichtiger Sozialstandard in diesem Zusammenhang ist Amfori BSCI. Unseren Kunden geben wir aber die freie Wahl. Mittels einer korrekten Herkunftsdeklaration haben sie die Möglichkeit, ihre Wahl selbst zu treffen. Selbstverständlich ist zu betonen, dass die Migros internationale Sanktionen, welche im Einklang mit der offiziellen Aussenpolitik der Schweiz stehen, respektiert.

Herkunftsdeklaration
Mit unserer systematischen Herkunftsdeklaration ermöglichen wir unseren Kundinnen und Kunden, selbst die Wahl zu treffen. Zusätzlich arbeiten wir mit verschieden Organisationen zusammen, die sich weltweit für sozialverträgliche Produkte und Menschenrechte einsetzen.

Migros, der führende Detailhändler der Schweiz spannt seit Juni 2012 mit digitec.ch, dem führenden Online-Shop für Informationstechnologie, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation zusammen. Mit einer Beteiligung von 70% ist die Migros seit 1. April 2015 Mehrheitsaktionär der Galaxus Schweiz AG, der Besitzerin der Online Shops digitec.ch und galaxus.ch.

Die Übernahme der Tegut Gutberlet Stiftung & Co.KG. erfolgte durch die Migros Zürich per 1. Januar 2013. Tegut ist ein renommiertes Unternehmen in Deutschland mit Sitz in Fulda (Bundesland Hessen), betreibt rund 290 Lebensmittel-Märkte und beschäftigt 5'000 Mitarbeitende. Mit diesem Schritt kann die Genossenschaft Zürich ihr Kerngeschäft stärken und attraktive Wachstumsmöglichkeiten realisieren. Nach der Devise „Migros bleibt Migros – Tegut bleibt Tegut“ soll Tegut in Deutschland wachsen. Mit der Migros Zürich und Tegut haben sich zwei Unternehmen gefunden, die von ihrer Grundhaltung und dem Verständnis für Ökologie, Ökonomie, Nachhaltigkeit und Gesellschaft sehr gut zusammenpassen.

Alkohol in Lebensmitteln:
Bereits zu Gottlieb Duttweilers Lebzeiten führte die Migros alkoholhaltige Lebensmittel wie Kirschtorten oder Pralinen im Sortiment. Dies ist und war seit jeher korrekt, denn im Vertrag mit den Genossenschaften ist das Grundprinzip der Migros festgehalten, keine alkoholhaltigen Getränke zu verkaufen.

Gottlieb Duttweiler wollte sicher stellen, dass er nicht Kraft seiner Geschäftsprinzipien «günstige Preise durch tiefe Margen» u.a. der Volkssucht Alkohol Vorschub leisten würde. Er selber rauchte gerne eine Zigarre und genoss auch mal ein Glas Wein. Alkohol dient in der Lebensmittelindustrie als Aromaträger. Die in Pralinen, Schokoladen oder Torten verwendeten Mengen Alkohol sind gering: Eine Stange Bier (3dl) enthält zum Beispiel fünf Mal mehr Alkohol als 100 g Liqueur-Truffes. Der Preis alkoholhaltiger Pralinen ist im Vergleich zu alkoholischen Getränken sehr viel höher: Die in 100 Gramm Truffes enthaltene Menge Alkohol wäre in Form von Bier über 30 Mal billiger.

Auf Grund dieser Tatsachen wurde schon früh in der Geschichte der Migros festgestellt, dass solche Produkte keine ernstzunehmende Gefahr darstellen. Das Verkaufsverbot wurde deshalb explizit auf alkoholhaltige Getränke beschränkt.

Alkoholische Getränke:
Die Migros verkauft nach wie vor in ihren Läden keinen Alkohol und Tabak. In Anlehnung an die Grundsätze von Gottlieb Duttweiler wird an diesem Verzicht weiter festgehalten. Durch Entscheid der Delegiertenversammlung des Migros-Genossenschafts-Bundes wurde nach eingehender Diskussion jedoch der Verkauf von alkoholischen Getränken in den von der Migros betriebenen Golfklubs und in einzelnen Freizeitanlagen freigegeben. Dieser Entscheid wird durch die Mehrheit getragen.

Bei den Migrol-Tankstellenshops handelt es sich nicht um Migros-Filialen. Deren Pächter sind Partner der Migrol-Genossenschaft, einem autonomen Unternehmen der Migros-Gemeinschaft. Als Partner befinden sich die Pächter in unterschiedlichen Vetragsverhältnissen mit der Migrol. Es sind teilweise Franchisenehmer, die Migros-Produkte führen, daneben aber einen Teil des Sortiments selbst bestimmen können.

Diese Regelung garantiert der Migrol erst, im hart umkämpften Schweizer Mineralölmarkt rentabel zu wirtschaften und nach wie vor national günstige Treibstoffpreise anzubieten.

Ähnlich verhält es sich mit den Detaillisten mit Migros-Produkten: auch diese führen ein mehr oder weniger grosses Migros-Sortiment, ergänzt durch nicht-Migros-Artikel sowie alkoholische Getränke und Tabakwaren.

Die Migros lässt den grössten Teil ihres grossen Volumens im Inland drucken. Zudem gab es in den letzten Jahren keine zunehmende Verschiebung von Druckaufträgen von der Schweiz ins Ausland. Die wenigen Aufträge, die die Migros ins Ausland vergibt, können von Schweizer Druckereien nicht ausgeführt werden, da die grossen Auflagen nicht zeitgerecht geliefert werden können oder die technischen Voraussetzungen fehlen.

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