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Nachhaltigkeit

Bei der Migros sind täglich mehrere Fachexperten im Einsatz, um unsere Verpackungen zu optimieren und alternative Materialien zu prüfen. Wo es sinnvoll ist, wird Plastik ersetzt. Die Migros verkauft bereits heute viele Bio-Produkte unverpackt. Bio-Nektarinen, -Melonen, -Avocados, -Orangen, -Mangos und viele weitere Früchte / Gemüse werden entweder mit einem Sticker oder Banderolen versehen. Dies wird, wo immer möglich, vorangetrieben. Zudem prüfen wir laufend neue Alternativen.

Bio-Produkte müssen allerdings aufgrund der Bio-Verordnung jederzeit klar erkennbar von konventionell produzierten Artikeln getrennt werden, weshalb sie heute häufig eingepackt sind. Nur die Auslage zu kennzeichnen, genügt nicht. Denn gemäss Bio-Verordnung soll sichergestellt werden, dass die Kundinnen und Kunden pro Produkt wissen, ob es sich um ein Bio- oder konventionellen Artikel handelt. Bei einer offenen Auslage ist es anspruchsvoller, diese Vorgabe zu gewährleisten.

Eine dünne Plastikfolie macht aber im Sinne des Produktschutzes auch durchaus Sinn: Eine unverpackte Gurke ist nach einigen Tagen nicht mehr verkäuflich, 1.5 Gramm Verpackung halten sie aber für rund zwei Wochen frisch. Ein wegen fehlender Verpackung verdorbenes Produkt belastet die Umwelt um ein Vielfaches stärker als dessen Verpackung. Auch geringste Nahrungsmittelverluste müssen zwingend vermieden werden.

Aufgrund der vergleichsweise geringen ökologischen Relevanz möchten und können wir die Plastiksäcke in der Früchte- und Gemüseabteilung nicht verbieten und aus den Filialen verbannen. Zudem werden die dünnen Säcke für den Grossteil des Kundenkreises für das Wägen und das Transportieren von Früchte / Gemüse als unerlässlich erachtet und helfen, materialintensive Vorverpackungen zu vermeiden. Dennoch ist jede Konsumentin und jeder Konsument natürlich frei bei der Wahl, auf den Gebrauch dieser Säcke zu verzichten.

Nicht zuletzt landen die Plastiksäcke in der Schweiz nicht auf Deponien, sondern in modernen Kehrichtverbrennungsanlagen. Die bei der Verbrennung der Säcke freigesetzte Energie wird wieder zur Produktion von Strom und Wärme genutzt, die entstehenden Rauchgase wirksam gereinigt.

Eine weitere Variante bildet unser Veggie Bag. Ein Veggie Bag ist ein wiederverwendbarer, feinmaschiger Beutel, welcher zum Abpacken von losen Früchten und Gemüse in den Migros-Filialen genutzt werden kann.

Die Migros ist stets an ökologisch sinnvollen Lösungen beim Schliessen von Stoffkreisläufen interessiert. Wo es Sinn macht und wirtschaftlich tragbar ist, sollen die Rohstoffe recycliert und wieder in die Stoffkreisläufe zurück gebracht werden.

Eine Rücknahme von Getränkekartons bzw. Tetra Pak ist aber derzeit kein Thema: Trotz neuer Recyclinganlage hat das Recycling von Getränkekartons einen geringen zusätzlichen Umweltnutzen und führt zu sehr hohen Zusatzkosten. Auch sind Getränkekartons oft nicht wiederverschliessbar, was zu hygienischen Problemen und Geruchsbelästigungen in den Filialen und Verteilzentren führen kann. Aus diesen Gründen ist in den Migros-Filialen zurzeit keine Sammlung von Getränkekartons geplant.

Getränkekartons weisen bereits ohne Recycling eine gute Umweltbilanz auf: Sie sind mit Aluminium und Plastik beschichtet und können daher nicht der Kartonsammlung übergeben werden. Obwohl die Getränkekartons bis jetzt noch über den Kehricht entsorgt und anschliessend verbrannt werden, ist die Gesamtumweltbelastung dieser Verpackungen positiv zu bewerten. Karton wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Zusätzlich verfolgt die Migros das Ziel, Verpackungen zu beschaffen, die aus Holz mit FSC-Qualität hergestellt wurden.

Für die Lebensmittelindustrie ist Palmöl ein wichtiger Rohstoff. Es kann in Produkten wie Margarinen, Saucen, Suppen, Speisefetten, Frittierölen und -fetten, Fertiggerichten, Backwaren, Schokolade und Eiscreme enthalten sein. Aber auch für die Herstellung von Kosmetika und Reinigungsmitteln wird das Öl verwendet. Die Bevölkerung Asiens verwendet das Palmöl vor allem als Speisefett zum Braten, Kochen und Frittieren.

Palmöl ist eines der wenigen Pflanzenfette, die bereits bei Zimmer- und Kühlschranktemperatur fest sind (dies im Gegensatz zu Oliven-, Rapsöl etc.) und muss deshalb nicht gehärtet werden. Das ist ein Vorteil in der Produktion, denn beim unvollständigen Härten entstehen die unerwünschten Transfettsäuren. Zudem lässt es sich hoch erhitzen. Palmöl wird deshalb sehr gerne für Artikel eingesetzt, bei denen Festigkeit erwünscht ist. Dadurch kann auf eine künstliche Härtung verzichtet werden. Ersetzt man nun Palmöl durch andere pflanzlichen Öle oder Fette, so hat dies nicht nur einen entscheidenden Einfluss auf die Konsistenz, sondern auch auf die Haltbarkeit und das Mundgefühl eines Produktes.

Palmöl ist 5 bis 10 mal produktiver als beispielsweise Raps- oder Kokosöl. Das heisst, für den Anbau werden entsprechend mehr Fläche benötigt. Das Ausweichen auf andere Öle ist deshalb keine nachhaltige Lösung.

Die Migros setzt sich seit rund 20 Jahren so konsequent und wirkungsvoll wie kaum ein anderes Unternehmen für nachhaltiges Palmöl ein und nimmt deshalb weltweit eine Pionierrolle ein. Weltweit sind bislang erst etwa 20 Prozent der Palmöl-Produktion zertifiziert, die Migros hingegen kennt bei 98 Prozent des von uns verwendeten Palmöls sogar die Plantagen, von denen sie ihr Palmöl bezieht. Dabei stellt die Migros sicher, dass unter anderem keine Regenwälder abgeholzt, keine Torfmoore zerstört und keine kritischen Pestizide verwendet werden. Auch was die sozialen Bedingungen betrifft, stellt die Migros klare Anforderungen. Mit diesem Engagement bekommt die Migros seit Jahren Bestnoten in den renommierten WWF-Palmölratings.

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