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Nachhaltigkeit

Für die Lebensmittelindustrie ist Palmöl ein wichtiger Rohstoff. Es kann in Produkten wie Margarinen, Saucen, Suppen, Speisefetten, Frittierölen und -fetten, Fertiggerichten, Backwaren, Schokolade und Eiscreme enthalten sein. Aber auch für die Herstellung von Kosmetika und Reinigungsmitteln wird das Öl verwendet. Die Bevölkerung Asiens verwendet das Palmöl vor allem als Speisefett zum Braten, Kochen und Frittieren.

Palmöl ist eines der wenigen Pflanzenfette, die bereits bei Zimmer- und Kühlschranktemperatur fest sind (dies im Gegensatz zu Oliven-, Rapsöl etc.) und muss deshalb nicht gehärtet werden. Das ist ein Vorteil in der Produktion, denn beim unvollständigen Härten entstehen die unerwünschten Transfettsäuren. Zudem lässt es sich hoch erhitzen. Palmöl wird deshalb sehr gerne für Artikel eingesetzt, bei denen Festigkeit erwünscht ist. Dadurch kann auf eine künstliche Härtung verzichtet werden. Ersetzt man nun Palmöl durch andere pflanzlichen Öle oder Fette, so hat dies nicht nur einen entscheidenden Einfluss auf die Konsistenz, sondern auch auf die Haltbarkeit und das Mundgefühl eines Produktes.

Palmöl ist 5 bis 10 mal produktiver als beispielsweise Raps- oder Kokosöl. Das heisst, für den Anbau werden entsprechend mehr Fläche benötigt. Das Ausweichen auf andere Öle ist deshalb keine nachhaltige Lösung. Wissenschaftliche Studien der ETH und des WWF bestätigen, dass die Substitution von Palmöl die Umwelt nicht schützt, sondern die Verbesserung des Anbaus, der Standards und Kontrollen.

Die Migros setzt sich seit rund 20 Jahren so konsequent und wirkungsvoll wie kaum ein anderes Unternehmen für nachhaltiges Palmöl ein und nimmt deshalb weltweit eine Pionierrolle ein. Weltweit sind bislang erst etwa 20 Prozent der Palmöl-Produktion zertifiziert, die Migros verwendet in ihrer Food Eigenindustrie hingegen praktisch ausschliesslich (zu 99%) segregiertes und zertifiziertes RSPO-Palmöl. Dies bedeutet, dass auf den Plantagen unter anderem keine Regenwälder abgeholzt, keine Torfmoore zerstört und keine kritischen Pestizide verwendet werden. Das Palmöl kann mit diesem Standard mindestens bis zur Mühle zurückverfolgt werden. Unabhängige Auditoren überprüfen die ökologischen und sozialen Bedingungen auf den Plantagen und in den Mühlen regelmässig. Im Rahmen des Palmölnetzwerk Schweiz verpflichtet sich die Migros mit ihren Lieferanten für die Einführung von Zusatzkriterien zum RSPO Standard. Damit setzt die Migros und die gesamte Schweizer Lebensmittelbranche ein klares Zeichen für die Nachhaltigkeit als Grundbaustein.

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